Diary: A little Merry Christmas

"Sie sind schon da!", schrie meine Mutter ins Handy. Seit Jahren arbeite ich schon an meiner Pünktlichkeit und viele, vermutlich sogar schon zu viele, meiner Freunde und meiner Familie mussten unter meiner chronischen Unpünktlichkeit leiden. Ist nicht so, dass ich das mit Absicht mache, ich vermute ich habe einfach ein starkes Timing-Problem (Das ist mir auch bei der Arbeit mal aufgefallen, wenn ich komplette Umbauten alleine planen muss.). Ich saß noch in der Bahn auf dem Weg nach Bonn aus Vilich-Mühldorf und hatte irgendwie fest damit gerechnet, dass meine Schwester und mein Vater erst gegen Null Uhr ankommen. Nach einer Runde voller herzlicher Umarmungen und Küssen ging es endlich schnurrstracks nach Hause, wo wir die restliche Zeit vom Tag mit einem Selfie Stick und Mitbringsel verbrachten.

Ich erinnere mich nur schwammig an die Zeit zurück, wo die Familie so richtig vereint war. Meine vierköpfige Familie ist in der Regel fast immer getrennt. Mein Vater und meine Schwester in Korea, ich mit meiner Mutter in Deutschland. Dennoch musste ich zum Glück nie wirklich drunter leiden wie es ist ein Einzelkind zu sein. Dank sei der modernen Technik und den zahlreichen Flügen nach Korea. Worauf ich überhaupt hinaus will ist die Tatsache, dass wir dieses Jahr zum ersten Mal seit gefühlten Jahrzenten das erste Mal an Weihnachten zusammen sind. Da haben wir es uns natürlich auch nicht nehmen lassen einen Weihnachtsbaum zu kaufen und gemeinsam zu schmücken während im Hintergrund weihnachtliche Musik runtergerasselt wurde und hausgemachter Glühwein geschlürft wurde.




Die große Ehre den Baum auszuwählen (und nach Hause zu schleppen) wurde natürlich großzügigerweise meiner Schwester und mir zugeteilt und einen Baum auszusuchen ging überraschend schnell. Kaum vorzustellen, dass es tatsächlich Leute gibt, die 80-130€ für einen Tannenbaum ausgeben, der nach spätestens 4 Wochen entsorgt wird! Wir sind, was das beantrifft, ziemliche Geizkragen und wollten auf gar keinen Fall mehr als 20-30€ für einen Baum blechen und ließen uns alle Bäume in der Preisklasse zeigen und inspizierten jeden bis auf kleinste Detail. Und dann hatten wir ihn! Unseren kleinen, aber übertrieben feinen, Baum. In einem übrig gebliebenem weißen Blumentopf und befestigt durch Sand, den wir uns vom Spielplatz bei der Kirche geborgt haben. (Bringen wir zurück, sobald Weihnachten vorbei ist - Ehrenwort!)




1 comments:

Suhi hat gesagt…

Schön geschrieben! Fröhliche Weihnachten! :)