REVIEW: OKTOBER FAVORITEN 2015

Huch, was denn da passiert? 4 Monate keine Favoriten und dann gibt es nur 3? Theoretisch nur 2 1/2... Da hat mein Vorsatz ja nicht ganz funktioniert mit dem regelmäßigem Bloggen. Wollen wir ja aber nicht drauf rumhacken und lieber direkt mit dem guten Zeug anfangen. 


Unabhängig von dem unangefochtenem "Schöne Haut ist schöner als zu viel Make Up"-Trend (dem ich übrigens voll und ganz zustimme) war ich auf der verzweifelten Suche nach einem neuen Reinigungsgel/Cleanser, den ich in meine Morgenroutine einbinden konnte. Da ich abends immer gerne einen starken benutze, neben Abschminktüchtern und Mizellenwasser, war mir mein aktueller tatsächlich zu "krass" für den Morgen. Und hier kommt der "Fabulous Face Cleanser" von AESOP ins Spiel, bei dem es sich um einen olivenbasierten Reiniger handelt, der mit Extrakten feuchtigkeitspendender Aloe Vera und Grüntee-Antioxidantien angereichert ist. 

Den meisten wird AESOP nicht ganz unbekannt sein, da die australische Marke wohl mit zu den größten Trendmarken 2015 gehört. Ich persönlich finde zurecht, nachdem ich mich endlich mal ausgiebig mit den Produkten auseinander setzen konnte. 

Der Cleanser ist sehr sanft und mild zu der Haut. Ich hab ihn eine zeitlang auch abends benutzt, musste jedoch feststellen, dass er mir nicht wirklich das Gefühl gibt, dass der ganze Dreck von meiner Haut genommen wurde, der sich über den ganzen Tag angesammelt hatte. Es war auch ein wenig sehr gewöhnungsbedürftig, dass der Cleanser nicht wirklich aufschäumt egal wie lange man seine Hände reibt. Ich denk ja immer noch, dass "viel Schaum = viel sauber" bedeutet. Nichtsdestotrotz gibt er mir ein sauberes, aber vor allem frisches Gefühl am Morgen und nicht so ein quietschendes Hautgefühl. Der Reiniger soll angeblich für jeden Hauttyp geeignet sein, aber für meine Haut ist er definitiv ein Hit in the Morning. Wobei ich manchmal gar nicht so wirklich weiß wie ich meinen Hauttyp beschreiben soll, vielleicht launisch und problematisch, aber ich wage mal zu vermuten, dass ich tendenziell eine Mischhaut habe.


Das nächste Produkt ist das "Iris Extract Activating Treament Essence" von KIEHLS

KIEHLS gehört mit zu den Marken, denen ich wirklich vertraue, was vermutlich an deren Beratung liegt, die sie anbieten, wenn man sich in einer Filiale befindet. Essences sind sowieso der Shit in Asien, da konnte ich also nicht nein sagen zu diesem hier, mit dem ich sowieso schon eine ganze Weile geliebäugelt habe seitdem es im Juli oder so rauskam. 

Ende Oktober hatte Kiehls eine 20% Rabatt Aktion auf das gesamt Sortiment und ich hatte mir fest vorgenommen nicht völlig auszurasten und mein Konto vor offiziellem Monatsanfang in ein totales Tief zu stürzen. Die Mitarbeiterin nahm sich wirklich ausgiebig Zeit um mich aufzuklären was es denn mit dem Iris Florentina Wurzel Extrakt, die für ihre Anti-Aging Wirkung bekannt sei, auf sich hat und der Lipo-Hydroxy-Säure, welche einen natürlichen Peelingprozess in der Haut aktivieren soll. In anderen Worten soll die Haut durch diese Essence mit Aufbaustoffen angereichert werden und zu einer völlig natürlichen Exfolierung der Haut geführt werden, ohne das man eigentlich wirklich was macht, außer es auf die Haut aufzutragen. Dazu sollen auch feine Linien aufgefüllt werden. 

Mittlerweile benutze ich die Essence fleißig morgens und abends nach dem Waschen und Toner und muss wirklich sagen, dass sich meine Haut einfach unglaublich voll und weich anfühlt. Bei meinem ersten Mal habe ich ganz offensichtlich viel zu viel benutzt und mein Gesicht völlig ertränkt in diesem göttlichem Serum. Hat auch einfach ne Ewigkeit gedauert bis es dann endlich mal eingezogen war, nachdem ich es versucht habe so gut es geht auf meinem halben Oberkörper zu verschmieren. Hab es mit jedem Mal reduziert und bin jetzt ca. bei 2 Tropfen pro Anwendung und völlig begeistert wie wenig man für ein wahnsinniges Hautgefühl braucht. Vielleicht ist das reine Einbildung, aber ich habe wirklich das Gefühl, ein Holy Grail Item für meine persönliche Skin Care Routine gefunden zu haben.


Das letzte ist wohl mein ganz Mixtape für den vergangenen Monat. Seit ich einen Spotify Premium Account besitze, habe ich so viel neue Musik entdeckt. Momentan bin ich wieder großer Fan von leicht melancholisch angehauchter Musik. Die Uni hat jetzt wieder angefangen und ich bin endlich mal in meinem letzten Semester angekommen. Applaus! 

Zum ersten Mal seit langem versuche ich mal wieder die Zeit bewusster zu nutzen, unabhängig davon ob ich arbeiten muss. Das hab ich ziemlich hart vernachlässigt und mich auch total gehen lassen. Normalerweise hab ich meinen ganzen Tag um meine Arbeitsschicht gebaut, d.h. ich bin nur max. 3-4 Stunden vor Arbeitsbeginn aufgestanden, habe gefrühstückt und nichts mehr gemacht. Mittlerweile stehe ich immer spätestens um 8:30-9:00 Uhr auf und mache ein bisschen Sport (#healthyasfuck) und versuche in der freien Zeit, die mir bleibt so viel zu erledigen wie ich nur kann. Dazu kommt natürlich auch die Hausarbeit, die mit Musik doch so viel erträglicher ist. Wer singt nicht gerne beim Staub saugen oder Abwasch machen? Oder wenn man zur Arbeit geht/fährt und dabei seinen eigenen Soundtrack in seine Ohren blastet. 

Die Playlist werdet ihr in einigen Tagen auf dem Blog finden!





Music: July Mixtape

T R A C K L I S T
1. T E E D - Moon Hits The Mirrorball
2. Zion T. - 꺼내 먹어요 (Eat)
3. Dallas Cotton - Selfish High Heels
4. Joywave - Tongues (ft. Kopps) (RAC Mix)
5. 10cm - 그리워라 (Missing You)
6. Ta-ku - Love Again (feat. JMSN & Sango)
7. Baal - Genesis (Original Mix)
8. WEKEED - Wild Child (Radio Mix)

Im Juni gab es einfach keine Beauty Produkte oder sonstigen Kram, der mich gnadenlos von den Socken gehauen hat. Einige Dinge habe ich zwar im Juni (oder sogar vorher schon) käuflich erworben, aber erst im Juli meine Liebe zu ihnen entdeckt, daher spar ich mir das lieber für die nächsten #Favorites auf. :)

Kaum zu glauben, dass es einfach schon fast Mitte Juli ist. Wie schnell mal wieder die Zeit vergeht. Fast ein ganzes Jahr ist es her, dass ich mental vermutlich an meinem absoluten Tiefpunkt angelangt war und irgendwie wiederspiegelt sich das in dem ein oder anderen Lied. Diesmal sind es überwiegend Lieder, die mich schon seit einiger Zeit auf meinem sehr komprimierten iPhone Speicher begleiten und alle dementsprechend sehr kompatibel zu dem überwiegend viel zu heißem sonnigen Wetter sind.



Review: Mai Favoriten 2015

Es ist einfach schon ein halbes Jahr rum. Manchmal kann ein Monat nicht schnell genug vorbei sein (besonders Ende des Monats wenn das Konto wieder einen Notzustand anzeigt) und manchmal geht es dann viel schneller als man denkt. Ich bin selbst ein ziemlicher Fan von den allseits bekannten (und geliebten) "Monthly Favorites", zu deutsch: Monatlichen Lieblingen. Da dachte ich springe ich selbst auf den Zug und zeige einfach mal, was mich in dem vorherigen Monat wawawoomisiert hat.


KIEHL'S ULTRA FACIAL CREAM
Bevor meine Schwester letzten Winter nach Deutschland gekommen ist zum Besuch, was ich hier schriftlich sogar festgehalten hatte, hatte ich sie lauthals am Telefon zugeheult wie jede Creme mir nicht die genügende Feuchtigkeit gibt, die meine teilweise staubtrockene Haut dringendst benötigt. Besonders sensibel ist meine Haut zum Glück (noch) nicht, aber ich leide leider unter vielen (sehr sehr sehr) trockenen Hautpartien wie den Wangen. Daher war ich auf der Suche nach einer reichhaltigen, aber nicht gleich erstickenden, Creme. Sie hat mir direkt die volle Dröhnung in Form von 125ml mitgebracht. Ich kannte zu dem Zeitpunkt KIEHL'S nur vom Namen und wusste nicht ob ich mich freuen sollte, dass ich direkt ne gefühlte Tonne an Creme bekommen hatte. Doch, ein weiteres Mal habe ich mich in meinem Leben geirrt und sollte vermutlich bis zu meinem Lebensende dankbar für diese Offenbarung sein. Meine Liebe geht sogar so weit, dass ich mir nochmal die 125ml Dose am Duty Free Shop im Stansted Flughafen gegönnt habe. Ich hatte noch nie eine Creme, die meiner Haut genug Feuchtigkeit spendet ohne sie direkt zu überladen oder gar fettig zu machen und dabei so schnell einzieht.

&OTHER STORIES FLANNEL BODY LOTION
Früher habe ich nie wirklich verstanden wieso man sich Lotionen kauft. Ich konnte dieses feuchte Gefühl nicht ab haben. Ich muss definitiv noch dran arbeiten nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter dran zu denken mich einzucremen, besonders nach einem ausgiebigem Peeling. Es sind viele verschiedene Sorten von Body Lotions auf dem Markt, aber die von &OTHER STORIES gehören definitiv zu meinen absoluten All-Time Lieblingen. Ich probiere mich gerne durch die Sorten, aber diese hat mich direkt beim ersten Pumpen erobert. Es handelt sich um eine reichhaltige Lotion mit Baumwollsaatöl und Vitamin E mit einem befriedigenden Geruch von Seife. Online ist es leider ausverkauft, aber vielleicht hat man in einer Filiale noch Glück. Die einzige Schattenseite zu diesem Produkt ist leider, dass es etwas aufwendiger ist die Lotion einzureiben und zu verteilen.


EYEKO BROW GEL SHAPE & DEFINE
"Brows on fleek" gehört zu meinen 10 Geboten. Ich wusste gar nicht, dass es nur ein Slang ist, der sich durch das Internet gemogelt hat und sich somit weltweiter Beliebtheit ergötzt. Unabhängig von der Tatsache, dass ich ca. 2 (aber nur kleine) Behälter voll mit Augenbrauenprodukten habe, ist das gefärbte Brow Gel von EYEKO vermutlich mein wichtigstes Utensil (neben den Anastasia Augenbrau-Produkten). Es wirkt nicht, wie viele andere Gels, wie eine Art Pseudo-Tönung für die Brauen und geben ihnen einen seltsamen Farbklecks, wodurch einige aussehen als hätten sie Maskara drin. Er hat nur einen ganz unauffälligen Tint, der Augenbrauen deutlich definierter wirken lässt.

BATISTE DRY SHAMPOO
Normalerweise habe ich meine Haare jeden Morgen gewaschen und danach geglättet. Dazu kam, dass ich mir, bis vor 2 Monaten, meine Haare regelmäßig braun nachgefärbt habe, indem ich sie selber blondiert habe. Dementsprechend mitgenommen sind die Überreste auf meinem Kopf jetzt und ich versuche mit radikalen Maßnahmen das zu retten, was mir übrig geblieben ist. Das bedeutet auch, dass ich auf das regelmäßige Haarewaschen verzichte und vor allem auf das Föhnen. Leider fetten meine Haare nicht weniger und somit muss ich zum Trockenshampoo greifen. Ich habe bis dato schon zig Trockenshampoo ausprobiert, bin aber noch nie so zufrieden gewesen mit dem Preis-Leistungs Verhältnis von Batiste. Die abgebildete Sorte habe ich mir im Duty Free Shop in London noch schnell abgegriffen und daher nur eine Art Ausnahme. Normalerweise benutze ich primär die Fresh Version :)

MONUMENT VALLEY (SPIEL)
Das war alles sehr Beauty lastig, daher dachte ich mir, dass ich doch irgendwas anderes noch mit in meine Favorites einziehen sollte. Da ich wahnsinnig viele Serien gerade angefangen habe und mich kein Buch so richtig umgehauen hat, dachte ich mir, dass ich doch einfach mal eine App nehmen könnte. Besonders viele iOS Spiele habe ich mittlerweile nicht mehr auf meinem Handy, dennoch wollte ich MONUMENT VALLEY runterladen und ausprobieren. Es geht in diesem Spiel darum den Spielcharakter namens Prinzessin Ida durch Touch-Gesten aus einer sogenannten Isometrischen Perspektive, platt gesagt optische Täuschungen, durch Labyrinthe zu einem Ausgang zu führen. Leider besteht das Spiel gerade mal aus zehn Levels, die man schnell an einem Tag durchgespielt bekommt. Man kann noch Extra Levels dazukaufen, da dass Spiel selbst aber schon 0.99€ gekostet hat, wollte ich das (noch) nicht investieren. Neben der fabulösen Graphik ist die Musik einfach nur einzigartig und ist sogar ein wenig von der eigenen Aktion abhängig. Es ist ungefähr das Prinzip von einer Drehorgel, bei der bei jeder Bewegung ein Ton erklingt.



Food: The Breakfast Club (London)

Früher habe ich nie wirklich gefrühstückt. Morgens war es immer stressig und hektisch (primär durch mein chronisches Snoozen oder "Noch-5-Minuten-Bitte-Bitte") und somit fiel ein richtig ausgiebiges großes Frühstück in der Regel immer aus. Mittlerweile hat sich mein Zeitplan stark verändert und besonders im Urlaub lege ich wahnsinnig viel Wert drauf ein gutes, lokales Restaurant zu finden und ein gutes Frühstück zu haben. Denn nur mit einem guten Frühstück im Bauch, kann man mit viel Kraft und guter Laune die Stadt erforschen gehen. :)

Vor einigen Wochen hatte ich die Chance für zwei Tage nach London zu fliegen. Eindeutig zu wenig Zeit um ausgiebig viel zu unternehmen, geschweige denn einen weiteren Ort zu besuchen, aber es reichte definitiv aus um meinen kulinarischen Horizont zu erweitern. War zum Glück nicht mein erster (oder letzter) Besuch im Herzen Englands, aber trotz dem Hotel Frühstücksbüffet, das in unserem Preis inbegriffen waren, haben wir uns vorgenommen jeden Tag in einem Restaurant zu frühstücken. Im Geld schwimmen tu ich zwar nicht, aber wie sagt man so schön? Gönn dir!

Direkt nach unserer Ankunft am Stansted Flughafen sind wir mit der Bahn schnurstracks zur Liverpool Station durchgefahren. Von dort aus ging es direkt zum "Breakfast Club" im Spitalfields Bezirk. Es war ein wenig tricky den richtigen Weg direkt zu finden und ohne Google Maps und vorher runtergeladenen Apps wären wir vermutlich noch mehr Umwege gelaufen, da es sich zum einen in einer Seitengasse befindet und dazu auch noch relativ.. unscheinbar wirkt von außen. Glücklicherweise haben wir es dann doch endlich gefunden.


Von außen wirkt das Lokal, wie gesagt, relativ... unspektakulär. Online hatte ich gelesen, dass es manchmal sogar Schlangen gäbe und man nicht drum rum kommen würde bis zu einer Stunde zu warten (Das Warten würde sich jedoch lohnen). Ich weiß nicht ob es daran lag, dass es ein Dienstag war (vermutlich) oder dass wir um kurz nach Acht Uhr Morgens hungernd davor standen (und das Schicksal Mitleid mit uns hatte), aber es war leer. Wie erwartet war die Inneneinrichtung wun-der-voll, sehr urban. Es herrschte sowohl ein schöner Ausgleich von rustikalen als auch amerikanischen Dinner-like Elementen, hier und da verziert mit vielen liebevoll platzierten Kleinigkeiten wie kleine farbenfrohe Papierlampen-Girlanden, Lichterketten im Eingang, tonnenweise Fanpost, Polaroids. Selbst die Toiletten waren volltapeziert mit bunten Plakaten und vollgekritzelt mit Namen und allerlei Liebeserklärungen. Auf jeden Fall war alles schön künstlerisch angeordnet.


Ich hatte wie eine Verrückte knapp 50 Minuten lang meine Kamera darauf gehalten, nachdem mich meine Freundin drauf aufmerksam gemacht hatte, dass es sich bei dem Kühlschrank um eine Durchgangstür handelt. Leider hatte ich nicht das Glück es zu filmen oder zu fotografieren, da unser Essen serviert wurde und ich es durch diesen kulinarischen Orgasmus in meinem Mund gänzlich verdrängt hatte. :(


Da es unser erster Besuch war, war das Prinzip natürlich "All or Nothing". Wir haben uns für den "Full Monty" entschieden. Der absolute Klassiker der BFC-Kette, der schön das gesamte klassische britische Frühstück abdeckte. Von gebackenen Bohnen, (die vermutlich besten) pochierte(n) Eier, gebratenen Kartoffelstücken, Pilzen und einem Stück Wurst, ein Stück "Black Pudding" (welches sich als Blutwurst entpuppte - nicht ganz mein Fall, sorry.), gegrillter Tomatenscheibe (urgh) und zwei Scheiben Mehrkornbrot.

Der Teller ist deutlich größer als man sich das vielleicht durch das Bild vorstellen mag. Eigentlich reicht er vermutlich für zwei Personen völlig aus. Da ich aber generell mehr bestelle, als mein Magen eigentlich verträgt, und irgendwie schlecht im Einschätzen bin (bis ich dann völlig überfüllt das Handtuch werfen muss), musste natürlich direkt danach noch was Süßes her.


Awww yiss. Das ist eigentlich alles was ich dazu sagen kann. Ich hatte noch nie so fluffige, aber trotzdem dicke und warme Pfannkuchen. Interessant ist vielleicht die Tatsache, dass wir die beiden Gerichte zeitgleich bestellt und auch zusammen bekommen haben. Nachdem wir mit dem Mony fertig waren (und wir haben uns wirklich Zeit gelassen), haben wir uns über die Pfannkuchen hergemacht und sie waren immer noch WARM! Das hat mich völlig vom Hocker gerissen wieso auch immer. 

Bis dato ertränke ich gerne meine Mahlzeiten in Soßen z.B. Hollandaise, Sriracha, Zitronensaft oder Ahornsirup, wie bei Pfannkuchen hier und bin in der Regel immer unzufrieden mit der Soßenmenge, die Restaurants einem geben bei einem Gericht. Ich glaube wirklich, dass es das erste Mal war, dass ich nicht nachfragen musste oder innerlich der Soße hinterhertrauerte. Obwohl die Pfannkuchen wirklich nicht ertränkt waren in Sirup, war es bei keinem Biss trocken, sondern schön saftig. Wie man sieht haben wir uns für die klassische, beerige Variante entschieden. Also mit frischen Früchten und einer himmlischen Vanilla-Cream, was quasi einer Mischung aus Sahne und Vanillegeschmack war, nur ohne diese Schwere, die man von zu viel Sahne bekommt (oder ich zumindest). Gott, es war so gut. Ich kann das gar nicht anders formulieren. Seit ich zurück bin, versuche ich verzweifelt so fluffige Pfannkuchen zu machen.. leider gelingen sie mir einfach nicht - und es bricht mir mein kleines Herz mit jedem Mal ein bisschen. :(


Dazu gab es für mich den "Green is Good" Smoothie, was mein erster richtiger grüner Smoothie war. Ich dachte nach dem ganzen Hype, sollte ich das wenigstens mal probieren bevor ich mir wirklich einen Entsafter oder Mixer nach Hause hole. Zutaten waren hierbei geschmacklich gesehen eine Tonne Spinat, eine handvoll Minze, eine Prise Mango und Apfel um ihn ein wenig zu verfeinern. Keine Frage, er schmeckt gewöhnungsbedürftig. Vielleicht trifft das Wort "gesund" den Geschmack oder erklärt wenigstens wie es sich anfühlt ein Glas davon zu trinken. Ich würde definitiv lügen, wenn ich hier schreiben würde, dass ich innerlich jeden Tag danach giere. Den Plan mir einen Entsafter zuzulegen habe ich vorerst ebenfalls bei Seite geschoben, haha. Aber eine Sache steht fest: Er macht sich hervorragend auf Fotos. Interessant ist außerdem die Tatsache, dass 2 Pfund vom Smoothie an Hilfsprojekte gespendet werden, die sich die Mitarbeiter aussuchen dürfen. 


Vielleicht kriegt man den fehlerhaften Eindruck durch diesen Eintrag, dass es sich bei dem Breakfast Club um ein reines Frühstück-Restaurant handelt, aber laut Karte werden auch Mittagsmenüs und alkoholische Getränke angeboten. Alles in Betracht gezogen, kann man aber getröst sagen, dass man hier ein authentisches Frühstück zu einem angemessenem (englischem) Preis bekommt. Insgesamt haben wir 30 Pfund dagelassen, umgerechnet ca. 43€ für zwei Personen. In einigen Lokalen ist das Trinkgeld schon im Preis inbegriffen (oder wird in Form von z.B. 12% draufgerechnet). Hier konnte man selbst entscheiden ob und wenn ja - wie viel - man an Trinkgeld geben wollte. 

Für Reisende, wie uns, war das Lokal eine wahre Goldmiene, da dort auch WLAN angeboten wurde, jedoch nur gegen Nachfrage des Passworts. Das Personal ist wahnsinnig freundlich, was man in London von Kellnern immer gewohnt ist, aber es war nett so kurz über das Menü, die Getränke und den Laden selbst zu quatschen. Das Passwort, als wir da waren, war übrigens "Iwantitthatway" - für die, die sich nicht trauen das Personal zu fragen, aber vielleicht ändern die es jede Woche. ;) Definitiv ist es einen Besuch und das Geld, das man da lassen wird, wert.


The Breakfast Club (Spitafields)
12-16 Artillery Lane,
E1 7LS
(5 Minuten Fußweg von der Liverpool Station)


Diary: Vorblick

Bis ich 15 war habe ich mir damals auf Livejournal jedes Jahr die gleichen Vorsätze vorgenommen und sie runtergeschrieben in der Hoffnung, dass ich dieses Jahr wirklich nur diese 5kg verliere, mehr Sport treibe, mehr reise, mehr unternehme und mich sozialisiere, mehr für die Schule tue, mehr mit meiner Familie unternehme oder mich gesünder ernähre und mehr lese. Irgendwann habe ich das geschmissen. Keiner weiß ob ich es nun aus Angst vor meinem eigenem Versagen nicht mehr tue oder einfach, weil ich realisiert habe, dass es irgendwie doof ist sich nur wegen einem Jahreswechsel neue, große Ziele zu setzen. Es wäre gelogen, wenn ich sage, dass ich mir selbst keine kleinen Ziele gesetzt habe dieses Jahr. Es sind jedoch keine weltbewegende Ziele, vielleicht würde ich sie lieber als Wünsche meinerseits bezeichnen, die mich nicht in der Gesellschaft unbedingt weiterbringen, aber als Mensch. Oh, so deep. 

Mehr lesen. Kurz nach Weihnachten hab ich es einfach getan. Schnell hab ich mich auf Amazon rumgeklickt und innerhalb sechzig Sekunden war es auch schon meins - das Kindle Paperwhite. Meine Freundin besitzt, beneidenswerterweise, das Kindle Voyage und ist auch diejenige, die den größten indirekten Beitrag dazu geleistet hat, dass ich ihn mir überhaupt geholt habe. Vergleichsweise ist das Paperwhite nicht ganz so scharf und gestochen wie sein Nachfolger, aber ob dieser minimale Unterschied mir diese 80€ wert ist werde ich vermutlich erst nächsten Monat posten können, wenn ich meine Freundin dazu gebracht habe eine Woche lang das Kindle mit mir zu tauschen. Natürlich nur für Blog-Zwecke. Eine wirkliche Leseratte war ich noch nie, aber als gänzlich lesescheu würde ich mich nun auch nicht bezeichnen.. vielleicht habe ich einfach das "Unglück" so viele Bücherwürmer als Freunde zu haben und somit übelst ungebildet und faul neben ihnen wirke. Das ist jetzt aber nur meine ganz private Theorie.

Mehr trinken. Jaja, Alkohol. Um ins Detail zu gehen: Wein! Dank unglücklicher Ereignisse bin ich in den Genuß von Wein gekommen, insbesonders Rotwein. Der hat in Südkorea sowieso Kultstatus im Gegensatz zu seinem Weißwein-Bruder, aufgrund seiner angeblichen Heilkräfte und ich hab bis dato immer dankend abgelehnt, wenn man mir welchen angeboten hat. Ich bin nun endlich an dem Punkt angekommen nicht nur den guten 1,80€ Dornfelder aus dem Supermarkt zu huldigen, sondern endlich mal auch "bessere" Weine zu verkosten - wie den Rosso Veronese. Ich möchte mehr erfahren über Weinsorten und auch gerne Weine verkosten als Erste und dabei nicht nur ein stumpfes "Hmmmmmmmmm... sehr lecker." abzulassen.

Mehr Rote Lippen. Ich kenne niemanden der so viele (bordeaux/pink) rote Lippenstifte Zuhause hortet und im Jahr allerhöchstens zwei Mal welchen trägt. Bis heute fühle ich mich etwas unwohl Statementlippen zu tragen, betone lieber Augen und Augenbrauen. Ich habe Farben hier, die ich so sehr huldige, aber letztendlich schaffen es immer nur die Nude-Töne auf meine Lippen. Meinem Geld zuliebe möchte ich einfach mehr Rottöne auf meine Lippen klatschen und endlich auch mal ein Oberteil damit versauen beim Ausziehen.

Unwichtige "Vorsätze", wenn ich mir das nochmal so durchlese. Aber wieso das Leben so ernst nehmen, wenn man doch einfach genießen kann. Jede Erfahrung ist ja eine gute Erfahrung im Endeffekt. :)